
Da die ersten Rufe nach einem Update laut werden, will ich der Bitte natürlich nachkommen und berichten, was die letzten Tage so vorging.Seit meinem letzten Eintrag verbrachte ich eigentlich fast jede freie Minute mit zocken. Allerdings nicht Poker, sondern ich habe die ganzen alten Spieleklassiker meiner Amigazeit wieder neu entdeckt. So ziemlich jedes gesuchte Spiel konnte ich als adf-Download finden und mit Hilfe des WinUAE zum laufen bringen. So fesselte mich also fast jeden Abend ein anderes Spiel. Angefangen von Speedball 2 über Legend of Faerghail zu Another World und Future Wars.Ich plante zwar des Öfteren mal hier oder dort eine Stunde Poker einzuschieben, aber dann fiel mein Auge wieder auf ein anderes Spiel, das man noch kurz antesten könnte und zack... war wieder nach 0.00 Uhr.Versteht mich nicht falsch, ich habe noch immer Lust zu pokern und auch meine Ziele geraten nicht in Vergessenheit, aber hin und wieder verschieben sich die Prioritäten eben etwas.Das Schöne an diesen Situationen ist, dass ich es auch noch kann. Damit meine ich, dass ich keinen direkten Druck habe, zwingend an die Pokertische zu gehen. Einzige Ausnahme sind hin und wieder gewisse Terminvorgaben für die Erfüllung von Boni.Poker ist also noch immer ein Hobby und ich bin meilenweit davon entfernt darauf angewiesen zu sein oder einen persönlichen Zwang zu verspüren.Ich fragte mich aber nun schon häufig, ob ich mich trotzdem für geeignet halte, ab Erreichen eines gewissen Limits, allein mit Pokern meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Bisher konnte ich aber leider noch keine zufriedenstellende Antwort dazu finden.Ich sehe mich definitiv nicht als suchtgefährdet an und konnte bisher auch gut mit dem ein oder anderen Rückschlag und Downswing umgehen. Allerdings kann dies sicherlich schnell anders aussehen, wenn Pokern die einzige Einnahmequelle darstellt. Ich denke, dass dann der psychische Druck in einem längeren Downswing um ein vielfaches höher ist.Ich habe einmal gelesen, dass man sich auf dieses Abenteuer erst geplant einlassen soll, wenn man sich ein finanzielles Polster für 2 Jahre geschaffen hat. Dies versteht sich natürlich zusätzlich zur Bankroll, die wiederum groß genug sein sollte, dass man bequem die Limits spielen kann, die es eben benötigt, um genügend Gewinne zu machen.Doch was sind genügend Gewinne und ab wie viel davon nimmt man das Risiko des "Profi sein" in Kauf? Für wie viel ist man bereit, seinen geregelten Job an den Nagel zu hängen und sich dem unsicheren Leben eines Pokerprofis auszusetzen?Bisher habe ich mir hierfür die folgenden Zahlen als Anhaltspunkt gewählt.Ab dann, wenn ich in der Lage bin NL200 an mindestens 4 Tischen simultan mit 4BB/100 Hände langfristig zu schlagen, versuche ich mir mein privates Finanzpolster für mindestens ein Jahr zu schaffen. Sollte mir dies gelingen würde ich wohl den Schritt gehen, mich ein Jahr komplett nur dem Pokern zu widmen, und dabei entscheiden, ob ich dies noch länger möchte.Ich bin der Meinung, dass es einfach einen Langzeittest benötigt, um zu sehen, wie gut man sich wirklich für mindestens 4 Stunden pro Tag an die Pokertische setzen kann. Davor lohnt es sich eigentlich in meinen Augen nicht, sich ernsthaft Gedanken zu machen, in diese andere Welt einzutauchen.
Wie der ein oder andere vielleicht schon in den Comments gelesen hat, spielte ich gestern noch einen WSOP Qualifier auf Mansion. Ich versuchte zwar mir dafür in einem Rebuy einen Platz zu sichern, aber leider flog ich dort mit AA gegen 66 aus dem Turnier.Ich entschied also am Ende, mich dieses Mal direkt einzukaufen. Bei 556 Spielern gab es wieder einen gewaltigen Overlay und ich rechnete mir hier die größten Chancen aus.Tja, das Turnier zog sich und ich war schon wieder auf Grund meiner Karten dazu verdammt, so tight wie nur selten zu spielen. Meine Tischstatistik, die man sich bei Mansion anzeigen lassen kann, zeigte in der Regel unter 10% an gespielten Händen. Mit Händen wie T2 oder J5 hatte ich einfach keine Chance mir einen etwas besseren Chipstapel aufzubauen. Ärgerlich war nur, dass ich mit solchen Händen oft direkt am Flop nette Sachen getroffen hätte, aber Gambeln gegen hohe Raises liegt mir einfach nicht, wenn dies mein sofortiges Ausscheiden bedeuten kann. In diesem kompletten Turnier hatte ich nicht ein einziges Mal AA, KK oder AK. Meine mit Abstand besten Hände waren einmal QQ und AQ. Ansonsten bewegten sich meine besseren Karten um 55 bis 99 mit denen ich dann jeweils auch direkt zu einem All In verdammt war. Mein einziger Pokerskill, den ich dieses Mal ausspielen konnte, war Geduld. Ich foldete mich also immer weiter nach vorne und blieb in den richtigen Situationen, mit sehr viel Glück im Rennen. Die meiste Zeit war ich deutlich unter Average und konnte mich erst nach der zweiten Pause etwas nach vorne bringen. Durch einen schönen Mutliwaypott mit 55 setzte ich mich gegen AK und AQ durch, was mich direkt auf einen akzeptablen Chipstand brachte. Mit 20.000 Chips lag ich auf dem 25. Rang, als noch 45 Spieler im Rennen waren. Der Gesamtchipleader hatte 130.000 Chips und an meinem Tisch lag ich etwa im guten Mittelfeld. Im BB, was 1.600 Chips entsprach, bekam ich 99. Der Spieler im CO mit etwa meiner doppelten Chipmenge erhöhte auf 4.800 und zu mir foldete alles. Hier überlegte ich lange. Dieser Gegner machte dies fast jede Runde und wurde nie gecallt. Bisher hatte er sich so immer günstig die Chips eingesammelt. Ich traf eine Entscheidung und ging All In. Er überlegte ebenfalls sehr lange und callte. AKo.Flop 5 5 3. Turn 7. Ich betete und hoffte, doch am River kam das Ass. An 45. Stelle und nach etwa 3 Stunden um 1.00 Uhr Nachts flog ich enttäuscht aus dem Turnier.Natürlich war ich enttäuscht, dass ich so wenig spielbare Karten bekommen hatte, aber noch mehr war ich über diese letzte Hand enttäuscht. Im Nachhinein betrachtet (und natürlich nun mit dem Wissen, was er hatte), denke ich es wäre sinnvoller gewesen nur zu callen oder auf 8.000. zu raisen. Wäre ich erst am Flop All In gegangen, hätte ich ihn sicherlich eher zum Folden gebracht als preflop. Durch mein All In nahm ich mir selbst die Möglichkeit irgendeine weitere Aktion zu bringen. Durch den ständigen Druck zuvor, als Pushen die einzig vorhandene Möglichkeit war, hatte ich nicht rechtzeitig wieder umstellen können um vernünftig Poker zu spielen. Dies ist etwas, woran ich unbedingt für die Zukunft arbeiten werde. Was das Cashgame angeht, habe ich mich dazu entschieden auf jeden Fall erstmal Mansion zu meiden. Ich habe selten so viele Bad Beats wie in den letzten Tagen erleben müssen. Leider kann ich das nicht mal als einen Downswing bezeichnen, da hier die Spieler zu schlecht sind. Versteht mich nicht falsch, ich bin ebenfalls der Meinung, dass man an schlechten Spielern am meisten Geld verdienen kann, aber nicht wenn davon deutlich über die Hälfte am Tisch sitzt. Dies äussert sich vor allem dadurch, dass die Cashspieler Poker anscheinend mit Roulette verwechseln. Es wird alles gespielt und auf das Board gehofft. Mit AA hat man z.B. gegen einen einzelnen oder eventuell zwei solche Spieler eine Edge, aber wenn plötzlich 5 Spieler dich callen und bis zum River an ihren Karten kleben, dann sinken auch die Chancen für AA mehr als deutlich. Ein weiterer großer Nachteil ist der, dass man keine Möglichkeit hat, irgendwie die Karten der Gegner am Showdown zu erfahren, wenn gemuckt wird. Der Gewinner muss natürlich zeigen, aber alle anderen Hände bleiben auch in der Handhistorie im Dunkeln. Das Cashgame an den Full Ring Tischen machte mir also überhaupt keinen Spaß und daher werde ich ab heute auf jeden Fall erstmal wieder wechseln.Partypoker: $160Everest: $109Pokerstars: $604Neteller: $500Mansion: $171Gesamt: $1.544
So war es gestern also Zeit für mein WSOP Qualifier auf Mansion. Und wie bereits bekannt gab es auch gestern einen mordsmäßigen Overlay. Bei einem garantierten Preispool von $100k meldeten sich gerade mal 544 Spieler an. Ich befürchtete ja, dass sich das in der Zwischenzeit herumgesprochen haben könnte und so sicherlich die Zahl der guten Spieler langsam zunimmt, aber das konnte ich eigentlich nicht feststellen. Ich erlebte schon in frühen Phasen All Ins auf Turn oder River bei denen beide Gegner nichts auf der Hand hatten und am Ende König oder Dame High gewann. Ich selbst spielte am Anfang wieder tight und wartete... und wartete... und wartete. Es war mal wieder zum verrückt werden. Es gab kaum vernünftige Karten, die sich zu spielen lohnten und wenn es mal eine marginale Hand war, die man eventuell in später Position hätte spielen könnte, wurde vor mir geraist, so dass ich auch diese wieder wegwerfen konnte. Mein Stack nahm langsam ab, bis ich endlich AhKh fand. Ich raiste auf 4 BB was in diesem Fall schon ein Viertel meines Stacks bedeutete und wurde nur vom Tischchipleader, der etwa die dreifache Menge meiner Chips hatte, gecallt. 7h Th 3s am Flop und ich raiste nach dem Check meines Gegners in Potthöhe. Wieder ein Call.Der Turn brachte mir mit Jd auch noch den Straigh Draw und ich ging nach seinem Check All In. Natürlich callt er und zeigt mir Js5d. Ich bete für eine Karte auf dem River und werde leider nicht erhört. Das Turnier ist für mich vorbei und der Traum von Las Vegas für diesen Abend geplatzt. Diesmal hatte ich leider nicht die nötige Prise Glück, die man eben auch für solche Turniere braucht. Aber bei diesen Gegnern, war das sicher nicht das letzte mal auf Mansion für mich. Schade nur, dass diese Qualifier nur noch bis Sonntag laufen, denn in der Zeit werde ich wohl nicht mehr dazu kommen.
Wie so viele andere Pokerspieler auch, träume ich natürlich ebenso davon nach Las Vegas zur WSOP fliegen zu können. Am einfachsten wäre so etwas natürlich durch einen der vielen Onlinequalifier möglich, wenn man nicht gerade alles aus eigener Tasche zahlen möchte. Die Angebote hierzu sind natürlich vielfältig, aber da ein WSOP Paket insgesamt schon sehr teuer ist, kloppen sich bei den billigen Qualis meistens Tausende um einen Platz und die teuren... sind eben teuer.Pokerstars bietet hier natürlich ebenfalls eine breite Auswahl an. Für mich interessant klang eigentlich ein Double Shoot Out, bei dem unter 81 Spielern ein Ticket ausgespielt wird. Doch dieses gehört nun leider zu den exklusiveren und kostet einen Buy In von $160. Da dies immerhin ein nicht geringer Teil meiner Bankroll darstellt, versuchte ich mir gestern das Geld dafür zu verdienen. Hierzu entdeckte ich die Multi SNGs auf Stars und meldete mich gleich zu drei Stück an. Ich wählte welche mit nicht zu hohem Buy In (um die $10) und bis zu 27 Spielern. Mir war natürlich klar, dass ich nicht sofort alle gewinnen würde, aber zumindest könnte ich mich so von den SH Tischen auch wieder etwas auf Turniere einstellen.Beim ersten flog ich schon früh raus, beim zweiten war es am Final Table und noch vor dem Geld soweit, doch beim letzten, als ich mich warm gespielt hatte reichte es wenigstens für den zweiten Platz. Damit hatte ich zumindest meine Einsätze wieder raus und auch noch etwas Plus gemacht, doch für das Quali Buy In reichte es natürlich noch lange nicht.Mir spukte aber noch eine zweite Möglichkeit im Kopf herum. Diese hies Mansion Poker. Bei Mansion handelt es sich um einen neuen, aber leider bisher sehr kleinen Pokerraum. Allerdings versuchen sie daran etwas zu ändern und zwar in dem sie Turniere anbieten, die einen höllisch großen Overlay haben. Als Sportwetten und Casinoanbieter können sie sich das wohl auch erlauben. Dazu kommt aber noch, dass es über Poker-Tester.com 36% Rakeback und einen Ersteinzahlungsbonus von 100% up to $1.000 gibt. Zumindest noch, denn ich las gestern auch, dass dies wohl nur noch für Accounts gilt, die sich bis Juni angemeldet haben. Man munkelt, dass sich Mansion einem anderen Pokernetzwerk anschließen möchte, die eigentlich kein Rakeback bieten. Alles in allem klang das doch recht interessant für mich. Aber zurück zu den Turnieren. Mansion hat normalerweise ein garantiertes tägliches $100k das nur $100 Buy In kostet und meistens gerade mal 500 Spieler anlockt. Dieses Turnier wurde für diese Woche ausgesetzt und stattdessen in ein WSOP Quali Turnier umgestrickt. Das Buy In ist das selbe, aber es gibt nun jeden Tag bis Sonntag 8 garantierte Pakete im Wert von $12.500.Dazu kommt noch, dass man sich auch für diese Turniere mit kleineren anderen qualifizieren kann. Doch woher so schnell das Geld für eine vernünftige Einzahlung nehmen? Man will ja auch noch den First Deposit uvernünftig ausnutzen. Da fast alle meine Gelder gerade noch auf andere Pokerräume verteilt sind, aber der größte Batzen bei Pokerstars liegt, blieb also nur ein vorrübergehendes Auscashen. Und meine Fresse sind die schnell. So etwas habe ich ja noch nicht erlebt. Innerhalb von Sekunden (und das meine ich wörtlich) waren einmal $500 auf Moneybookers und einmal auf Neteller. Ich hätte zwar gerne alles gebündelt gehabt, aber so war es auch nicht schlecht. Schließlich gibt es bei Mansion kaum Cashgame, was einen zu großen Bonus sowieso schlecht clearen lässt.Ich lud also die Software, meldete mich an und machte meine erste Einzahlung. Danach besah ich mir die Tische und Turniere. Alles recht ansprechend, doch auch noch etwas unübersichtlich. Die Tische lassen sich leider größenmäßig nicht anpassen, SH gibt es auch nicht und auf NL50 waren gestern Abend gerade einmal 4 Tische voll besetzt. Also nicht gerade die besten Bedingungen für ein langfristiges Spiel, aber wenn wirklich der Anschluss an ein größeres Netzwerk bevorsteht, kann sich das alles ja sehr schnell ändern.Turniermäßig scheint derzeit alles auf die WSOP ausgerichtet zu sein und zu den täglichen großen Turnieren zu führen. So gibt es auch $20 Qualis, bei denen pro 5 Spieler ein Platz für eines der großen vergeben wird. Das nächste sollte in 9 Minuten um 23.00 Uhr starten und hatte gerade mal 6 Teilnehmer. Also fix ebenfalls dazu und gewartet. Natürlich kamen noch mehr so Helden auf diese Idee und so waren wir am Ende 23 Spieler, die um 4 Plätze spielten, wobei der 5. noch knapp $40 bekam.Mit tightem Spiel kam man hier wunderbar zurecht und so waren wir nach einer Stunde auch schon am Final Table. Dann wurde es natürlich zäh und als wir endlich zu fünft waren, fand die Spannung ihren Höhepunkt.Es gab einen Spieler mit deutlich über 15.000 Chips und eben den Rest. Dieser Rest befand sich so bei 3.000, wobei ich selbst an Platz 2 mit 5.000 in die eigentliche Bubblephase ging.Da keiner so richtig spielen wollte und alle auf einen Move der anderen warteten, machte schließlich der Chipleader genau das richtige. Er raiste in jeder Runde preflop um den Stack des niedrigsten. Die Blinds waren schon so hoch, dass früher oder später ein All In kommen musste und so spielte er Any Two und nahm sich zumindest die Blinds, solange noch keiner callte. Endlich war es soweit, dass der Stackkleinste callen musste. Der Chipleader zeigte Q7o und sein Gegner Q8o. Unser Shorty verdoppelte und so kam der nächste dran. Das Spielchen ging eine ganze Weile reihum und irgendwann musste auch ich preflop All In gehen. Ich fand TT und unser Chipleader 86o. Am Flop kam zwar eine 8, doch die 10 am Turn machte alles klar und lies auch mich noch einmal aufdoppeln.Das Spiel zog sich immer weiter und nach einer ewig erscheinenden halben Stunde kam es endlich zu einem Coinflip zugunsten unseres Chipleaders. Ohne Ticket für die nächste Runde musste der Spieler den Tisch verlassen, der bereits ganz zu Anfang als Chipschwächster in diesen Nervenkrieg ging. Ich hab mir also einen Platz für die WSOP Qualifikation heute Abend auf Mansionpoker gesichert und wer weiß, vielleicht kann ich ja auch eines der 8 Tickets ergattern.
...mal wieder eine Minussession. Hab mir ja schon Sorgen gemacht, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber im Ernst. Ich war gestern absolut Carddead und das gepaart mit Boards ohne vernünftigen Treffer. Ich bekam zwar auch zwei mal Asse, doch einmal im Big Blind, als alle zu mir foldeten und das andere mal ging natürlich auch keiner mit. Ich bin nur froh, dass die Spieler so verdammt passiv sind. Dadurch konnte ich wenigstens des Öfteren die Blinds einsammeln, oder am Flop meinen Gegner rausdrücken. Meine Verluste konnte ich so doch etwas gering halten und eigentlich bin ich mit meinem Spiel sogar bis auf zwei, drei Situationen recht zufrieden. Ich muss aber unbedingt wieder mehr auf mein Pokeroffice achten. Die Male wo es teuer war, hätte ich eigentlich an den Werten meines Gegners sehen müssen, dass er nur Premiumhände spielt und sich daher auch bluffen seltener lohnt. Wenn ein Gegner dann noch eher callt als raist, kann das als Aggressor ohne Karten recht teuer werden.Pokerstars: $1.595Gesamt: $1.939
Heute möchte ich Euch aus dem 2+2 Forum ein NL Video von Scipio empfehlen. Die Adressen, wo ihr es herunterladen könnt findet ihr hier. Scipio spielt darin 4 SH Tische NL100 auf Partypoker. Auch wenn er in dieser Session etwas Verlust macht, finde ich seinen Stil an sich nicht schlecht. Auch didaktisch erklärt er viel und lässt sich nicht von anderen Dingen ablenken.Schaut mal rein. Was mein eigenes Spiel angeht, so hatte ich heute leider eine Break Even Session. Hauptsächlich lag das an einem Spieler, von dem ich mich gleich zwei mal stacken lies.Beim ersten Mal hatte ich mit QJo auf dem Flop meinen Jack getroffen, zu dem sich am Turn noch meine Dame gesellte. Leider hatte mein Gegner bereits seit dem Flop sein Set Achten und zog mich damit wirklich geschickt in den Pott.Beim zweiten Mal waren wir schon preflop All In, als ich eindeutig meine Jacks höllisch überspielte und in seine Kings reinlief.Das erste mal war Pech, aber das zweite mal nur noch dumm. Ich saß zu dem Zeitpunkt schon lange genug mit ihm am Tisch um eigentlich wissen zu müssen, dass JJ eindeutig unter sein All In Range lag. Ich hoffte zwar auf AK bei ihm, doch dafür war er viel zu aggresiv. Danach hies es für mich die Verluste wieder reinzuspielen, was mir an den anderen Tischen schlussendlich auch recht gut gelang. Dazu konnte ich noch meinen Depositbonus clearen, was bedeuted, dass ich mit der gestrigen Abendsession nun kurz vor den $2.000 Gesamtbankroll stehe. Meine Punkte liegen dabei bereits bei über 3.000 und ich bin gespannt, wie sich das verhält, wenn jetzt die Promozeit wieder vorbei ist. Mir fiel nämlich ein, dass es derzeit ja mehr Punkte als üblich gab. Also mal schauen, wie lange ich wirklich für meinen Monitor brauche.Pokerstars: $1.630Gesamt: $1.974
Da hab ich mich heute doch tatsächlich an einen NL100 Tisch verirrt und dazu noch mit vollem Buy In. Als ich es merkte wollte ich nur kurz bleiben und eine Runde voll machen, um dann den Tisch wieder zu verlassen. Mit etwas Glück konnte ich bis zur letzten Hand meinen Stack auf $105 bringen, als ich genau in dieser Hand KQs bekam. Auch in Early Position konnte ich an diesem Tisch die Hand einfach nicht weglegen, dafür war er die Runde zuvor einfach zu passiv. Mit einem Raise auf $3 wollte ich meine Gegner wegscheuchen und zumindest noch mal die Blinds mitnehmen. Und wie gedacht foldeten alle bis zu den Blinds. Doch hier callte erst der SB und danach brachte der BB einen Reraise auf $5. Ich überlegte kurz. Wenn ich calle und am Flop nichts treffe, konnte ich immer noch ohne Verlust den Tisch verlassen. Warum also nicht?Am Flop kam Jc 5c 8c und mein Flush war damit komplett. Der SB checkte und der BB bettete $5 in den $15 Pott, was ich auf $10 erhöhte. Ich dachte mir, dass seine Bett mit Sicherheit eine reine Contibet darstellte und er diese mit jeder Hand gemacht hätte. Auf der anderen Seite war mein eigener Raise natürlich sehr gering und hätte viel höher ausfallen müssen, aber ich wollte nicht zuviel von meinem Stack riskieren. Der SB foldete und der BB war noch immer dabei. Am Turn kam die Herz Dame und ein Check von meinem Gegner. Natürlich musste ich daraufhin noch einmal in Potthöhe raisen und schob so $36 in die Mitte. Eine ganze Weile lies sich dieses Mal der BB Zeit, doch schlussendlich callte er erneut. Mit der Herz Drei kam eine Karte, die mir so ausgesprochen gut gefiel. Ich wusste, dass mich nur noch ein Flush mit dem Ass schlagen konnte und das schloss ich eigentlich komplett aus. Auf die eher zaghafte Bett von $10 meines Gegners ging ich All In und wurde gecallt.Bei einem Pott von $176 und fast meinem kompletten Stack, den ich eigentlich gar nicht riskieren wollte, zeigte mir der Big Blind endlich seine Karten: Ac2c...Zumindest befürchtete ich das einen kurzen Moment. Aber zu meiner Erleichterung gibt es auch auf diesem Limit Spieler, die sich bis zum Schluss nicht von ihren Cowboys trennen können. Er zeigte mir KK und ich kann nun einen neuen größten Pott vorweisen. Ich hatte also mal wieder mehr Glück als Verstand und etwas, das zu einem kleinen Desaster hätte werden können, brachte mir so noch einmal einen deutlichen Bankrollbust.Doch danach brauchte ich erst mal einen Moment und schloss alle meine Tische.Pokerstars: $1.469Gesamt: $1.813