Donnerstag, 14. Juni 2007
Videoversuche
Um mein eigenes Spiel besser zu analysieren, versuchte ich gestern ein Video mit Camstudio aufzunehmen. Die meiste Zeit des Abends ging also für Einstellungen und Versuche drauf.
Als ich dann aber endlich für eine halbe Stunde an den Tischen saß, ging es weiter wie gehabt.
Ein Paradebeispiel ist die folgende Hand.
QQ in mittlerer Position und ich dreibette einen Raise vor mir. Er callt und wir sehen den Flop.
Q 7 2. Er raist, ich reraise, er geht All In. Turnkarte J. Riverkarte T. Er zeigt AK.
Nach der halben Stunde war ich $40 down und schloss dann auch die Tische.
Grund war allerdings mehr, dass mein PC zu wenig Speicher anzeigte. Die Videos waren ratzfatz bei über 1 GB. Leider kommt noch dazu, dass sich der Ton dermaßen versetzt, dass man bereits nach 10 Minuten dem Video nicht mehr folgen kann. Ich werde also noch etwas Zeit ins Feintuning investieren müssen.
Mittwoch, 13. Juni 2007
Schluss mit Lustig
Gestern war es also wieder soweit und ich knackte die $1.000. Leider war das in diesem Zusammenhang kein sonderlich erfreuliches Ereignis. Schon gleich zu Anfang verlor ich zwei Stacks mit QQ und KK gegen AK sowie 55, und durch weiteres Nachkaufen sah ich irgendwann dann die 9 am Anfang meiner Bankroll.
Somit zog ich meine Konsequenzen und werde aufhören zu Pokern…
Ne, ist natürlich Quatsch, aber ich habe NL50 verlassen und den Rest des Abends NL25 und danach mit der SSS NL100 gespielt.
Auf NL25 fand ich komischerweise nur Plätze an übertighten Tischen, worauf ich auch nicht sonderlich Lust hatte. Mit der SSS lief es dann breakeven mit minimal leichter Tendenz nach oben.
Ich denke es war die derzeit beste Entscheidung das Limit NL50 als Full Stack, bis ich wieder bei $1.500 stehe, zu vergessen. Allerdings werde ich es dabei nicht belassen. Ich habe mir vorgenommen, meine Spielzeit ebenfalls zu reduzieren und mich dafür verstärkt mit Theorie zu befassen. Angefangen habe ich, indem ich mir wieder Sklanskys 'No Limit Hold’em: Theory & Praxis' hervor geholt habe. Das Buch hatte ich zwar schon einmal angefangen, aber leider nicht sehr intensiv und vieles hatte ich auch übersprungen. Das wird mir dieses Mal nicht passieren.
Weiterhin überlege ich auch, auf die Full Ring Tische zurückzukehren. Pokerstars bietet hierfür ja genügend Auswahl.
Ansonsten habe ich gestern noch bei Mansion ausgecasht. Eventuell gibt es ja bald wieder irgendwo einen Reload, der mir eigentlich auch recht gelegen käme. Erfreulich war dabei, dass bereits $30 Rakeback überwiesen waren. Für die kurze Zeit, die ich dort spielte, finde ich das gar nicht schlecht. Aber ich hatte dort ja auch genug verloren. Von daher ist es eher ein Tropfen auf den heißen Stein.
Partypoker: $40
Everest: $ 21
Pokerstars: $250
Moneybookers: $200
Neteller: $500
Gesamt: $1.011
Montag, 11. Juni 2007
Abwärts
Ich sollte wohl am Wochenende wirklich nicht mehr spielen. Derzeit läuft es so, dass ich unter der Woche wirklich gute Gewinne verbuche, doch an den Wochenenden diese alle und darüber hinaus wieder verliere. So ist das Spiel natürlich äusserst frustrierend und schlägt schon ein wenig aufs Gemüt.
Begonnen hat die Odysse am Freitag mit $100 down. Am Samstag Vormittag konnte ich diese Verluste fast komplett wieder zurückholen, doch dann war der Starsserver vorrübergehend nicht mehr zu erreichen und ich wechselte kurz zu Partypoker.
Ab hier war es dann vorbei. Ich verlor innerhalb einer Stunde zwei entscheidende Hände, die mich jeweils einen kompletten Stack kosteten. Einmal verlor ich mit KK am Turn und das andere Mal mit AA am River.
Daraufhin ging ich einkaufen und versuchte mein Glück im Anschluss erneut bei Stars. Der Server war wieder erreichbar; also spielte ich und verlor einen Betrag nach dem anderen. Meistens verlor ich nicht mal komplette Stacks, doch musste ich ständig nachkaufen. Blöd war dabei besonders, dass ich mir dieses Wochenende vorgenommen hatte, wirklich viel zu spielen. Ich saß jeweils fast die kompletten Tage an den Tischen um zu sehen, wie leicht mir das fällt, oder eben nicht.
Als ich den Abwärtstrend bemerkte, reduzierte ich zwar meine Tischzahl auf 3, doch schien das auch nicht viel zu nützen. Meine Konzentration war erfreulicher Weise die ganze Zeit über gut und die Verluste beeinflussten auch nicht bewusst mein Spiel (bis auf die reduzierte Tischzahl), doch muss ich mir unbedingt mein Spiel noch mal analysieren, denn irgendwo ist das Geld ja hin.
Einzige Lichtblicke waren zwei Turniere. Eines spielte ich am Samstag Nachmittag und das andere am Sonntag. Bei beiden kam ich endlich mal wieder ins Geld, doch leider bedeutede das jeweils nur den doppelten Buy In als Gewinn. Beim ersten handelte es sich um ein $5 mit etwa 1.000 Teilnehmern, bei dem ich 56. wurde und das zweite ein $30 mit ca. 170 Spielern bei dem ich 11. wurde.
Natürlich war es bei dem zweiten Turnier wieder so, dass es ab dem 10. Platz deutlich mehr gegeben hätte und ich noch bei einem der niedrigsten Preisgelder ausschied.
Hier also meine erschreckend geringe Bankroll.
Partypoker: $40
Everest: $ 21
Pokerstars: $390
Mansion: $171
Neteller: $500
Gesamt: $1.122
Dann noch was Spaßiges. Am gestrigen Abend meldete ich mich zur Abwechslung noch bei einem $0,10 Turbo Turnier mit $50 added Money an. Ich wollte dieses Turnier nicht ernsthaft spielen, sondern meine Hände von Anfang an entweder pushen oder folden. Ich wählte mir dazu nur die etwas besseren Hände, was ich gegen später noch auf suited connectors ausweitete.
Innerhalb kürzester Zeit war ich so bei 3.000 Spielern chipsmäßig unter den ersten 10. Ich fand aber auch fast immer einen Spieler, der mich callte und seine Hand verlor.
Als dann aber die erste Pause vorbei war und die Spieler langsam tight wurden, pushte ich jede Hand um so endlich das Turnier zu beenden. Da selbst der erste noch unter $50 bekam, wollte ich mir nicht den restlichen Abend für eventuell nur wenige Cents verbauen. Ich beendete also das Spiel mit Q2 gegen QQ knapp unter dem tausendsten Platz.
Es war schon interessant, wie weit man dieser Taktik kommen kann. Ich denke, wenn ich gegen später nicht begonnen hätte jede Hand zu pushen, wäre ich eventuell auch in die vorderen Preisränge gekommen.
Vielleicht probiere ich das ja bei einem Turbo mit etwas höherem Buy In noch einmal.
Donnerstag, 7. Juni 2007
Schöne Begrüßung
Da hat mir Pokerstars doch gleich ein paar schöne Hände und Gegner präsentiert. Die Session war wieder rund und sauber.
Mit JJ traf ich am Flop mein Set, als mein verbleibender Gegner meinte, sein AQ mit getroffenem Ass überpielen zu müssen und mir so freundlicherweise seinen Stack überlies. Wir reraisten uns schon am Flop zum All In.
Mit 77 traf ich ebenfalls wieder mein Set und musste meinen Gegner nur downcallen, um auch hier an seinen ganzen Stack zu kommen. Da mir PO zeigte, dass er nur 10% seiner Hände spielte, konnte ich mir seiner Asse oder Kings recht sicher sein und so meine Hand perfekt ausspielen.
Umgekehrt wiederum bustete ich mit AT ein Siebenerset, als sich für mich bis zum River eine Straight entwickelte. Hier war das Slowplay meines Gegners eindeutig -EV für ihn.
Natürlich ging auch nicht jeder Move voll auf und ich investierte auch das ein oder andere Mal Geld in Hände, die ich dann doch noch aufgeben musste.
Trotzdem blieben fast 2 Stacks Plus für die heutige Session hängen. So kann es gerne weitergehen.
Pokerstars: $803
Gesamt: $1.655
Ansonsten kann ich Euch wieder ein Video von Scipio aus dem 2+2 Forum empfehlen. Er spielt zwar dieses Mal NL400 und NL600, aber interessant ist es natürlich trotzdem. Auch wenn man noch nicht auf diesen Limits angekommen ist.
Mittwoch, 6. Juni 2007
Bis bald Everest
Ja, ich weiß. Ich wollte eigentlich keine Experimente mehr machen, aber trotzdem konnte ich heute nicht widerstehen, mich vorrübergehend auch an Fixed Limit Tische zu setzen.
Durch einen Thread im Pokerstrategy-Forum, in dem ein FL-Highroller von seinen Umstellungserfahrungen zu No Limit berichtete, wollte ich mal wieder Fixed Limit Luft schnuppern.
Die Unterschiede sind schon enorm und da ich parallel noch zwei NL-Tische spielte, war doppelte Aufmerksamkeit angesagt. FL lies ich aber eher nebenher laufen und saß auch nur an .25/.50 Tischen.
Um es gleich vorweg zu nehmen, ich machte an allen Tischen ziemlich deutlich Gewinn und konnte auch endlich die letzen $5 des 50er Everest Bonus clearen.
Schön war dabei besonders ein Preflop All In mit AA gegen einen anderen Full Stack, der KK hielt und die Asse dabei auch noch hielten.
Wo sind jetzt aber die Unterschiede zwischen NL und FL?
Natürlich zu aller Erst in der Bietstruktur. Doch wie wirkt sich diese auf das Spiel aus?
Nun, No Limit kann für den Anfänger um einiges aufregender sein und lässt bei All Ins auch später noch häufig den Puls hinauf schießen. Die Risiken einer einzigen Hand können also bedeutend höher sein. Hierdurch machen sich allerdings auch sogenannte Leaks viel schneller bemerkbar, als beim Fixed Limit. Dort sind die Unterschiede zwischen einem Winning Player und Losing Player oft nur sehr schwer auszumachen, da sich Fehler nicht sofort so gravierend ausmachen, aber eben auf die lange Sicht wiederum schon.
Da man FL aber auch nachsagt noch etwas mathematischer als NL zu sein, werde ich mir wohl bald doch noch mal Small Stakes Hold'em vornehmen, um die genauen Unterschiede noch etwas genauer herauszuarbeiten.
Nicht dass ich wirklich wechseln möchte, aber trotzdem sollte man versuchen, mit so vielen Varianten wie möglich vertraut zu sein.
Everest: $521
Gesamt: $1.569
Jetzt kann es also endlich wieder zu Stars gehen.
Dienstag, 5. Juni 2007
Schuster bleib bei deinen Leisten
Nachdem ich gestern ohne Erfolg zwei $20 SNG gespielt hatte, wendete ich mich eben wieder dem Cashgame zu. Hier scheine ich derzeit immer noch am meisten Gewinn machen zu können, da ich alle größeren Turniere oder SNGs in letzter Zeit irgendwie versiebt habe. Im Cashgame bekam ich zwar auch ziemlich auf die Nüsse, aber trotzdem läuft es dort immer wieder sehr zufriedenstellend.
Auf Everest, wie auch auf Pokerstars konnte ich gute Pötte mitnehmen, da ich scheinbar dieses Mal auch die richtigen Gegner dafür fand. Die Sessions waren ohne nennenswerte Ausreiser oder besonders erwähnenswerte Hände. Es lief rund und sauber, was mich zu den folgenden Stats brachte.
Partypoker: $160
Everest: $ 342
Pokerstars: $717
Mansion: $171
Gesamt: $1.390
Montag, 4. Juni 2007
Hätt ich es besser gelassen
Da Freitag eine größere Party eines Kollegen angesagt war, kam ich erst am Samstag und Sonntag endlich wieder mal zum pokern. Doch es wäre wohl besser gewesen, wenn ich es gelassen hätte.
Da noch ein $50 Bonus bei Everest ausstand, zog ich diesen vor, um dann wieder zurück auf Stars wechseln zuz können. Doch wie schon früher festgestellt, bringt mir Everest am Wochenende kein Glück.
Ich verlor einen Stack nach dem anderen und es ging so über beide Tage, um ca. $400 nach unten. Es war mal wieder zum Haare raufen. Nichts sollte klappen. AA von Q7o gebustet. Gefloptes Set gegen höheres Set. Flush King high gegen Ass high.
Am Ende entschloss ich mich, für das Wochenende Everest ruhen zu lassen und ging noch mal für eine Session auf Pokerstars. Hätte ich das nur eher gemacht. Hier lief es plötzlich wieder und ich konnte einige Gewinne verbuchen. Leider nicht in der selben Höhe wie meine vorherigen Verluste ausfielen, doch meine Bankroll konnte ich so noch mal auf $1.250 bringen.
Nach meiner Cashgamerunde fiel mir noch ein nettes Turnier ins Auge. Bei $10 Buy In gab es bei noch wenig Spielern $8.000 garantiert und ich meldete mich so kurzerhand an. Bis zum Start wurde die Summe dann natürlich doch noch deutlich überschritten und am Ende waren es sogar fast $20.000 an Preispool.
Dieses Turnier lief tatsächlich mal ausgesprochen gut. Ich konnte mich immer deutlich über Average halten und war in der Regel chipmäßig unter den ersten 30 - 50 Plätzen.
Doch dann hatte ich einen totalen Aussetzer. Ich kann mir immer noch nicht erklären, wie das geschehen konnte, doch irgendwie war es so.
Ich limpe KdTd in mittlerer Position und treffe am Flop meinen Flushdraw. Qd Qs 5d.
Mein erster Gegner checkt und ich raise auf Potthöhe, was von beiden gecallt wird. Der Turn bringt eine weitere Blankkarte für mich und ich raise erneut. Diesmal werde ich gereraist und ohne viel nachzudenken calle ich, nachdem mir Pokeroffice zeigte, dass die Pottodds für meinen Flush noch ganz gut sind. Doch bereits eine Millisekunde nach meinem Klick realisiere ich meine Riesenfehler.
1. war ich All In und 2. war die Turnkarte eine weitere 5! Selbst wenn ich meinen Flush treffen würde, läge ich mit Sicherheit jetzt schon gegen ein Full House hinten. Natürlich zeigten mir beide Gegner eine Dame und auch die dritte 5 am River kann an meinem Ausscheiden vor dem Geld nichts mehr ändern.
Wie gesagt habe ich keine Ahnung, wo ich in diesem Moment mit meinen Gedanken war, aber eindeutig nicht dort, wo sie sein sollten. Wieder einmal hat sich ein fetter Fehler in meinem Spiel gezeigt, an dem ich dringend arbeiten muss.
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