Montag, 16. April 2007

Pokerunlust


Ich muss leider sagen, dass ich gerade ein wenig des Poker überdrüssig bin.

Das liegt einmal an dem wirklich klasse Wetter, an einigen privaten Dingen, die mich zeitlich und energiemäßig in Beschlag nehmen und nicht zuletzt an den neueren Verlusten.
Die Runden, die ich spielte gingen leider alle misserabel aus. Am Samstag hatte ich einen Tisch, der dermaßen loose war, dass wirklich alle weit über 50% Flop Seen Rate hatten. Ich spielte daher natürlich entsprechend tight und verlor trotzdem zwei Stacks innerhalb einer halben Stunde mit absoluten Premiumhänden, die leider bis zum River nicht mehr ganz so premium waren. Ansonsten wurde an diesem Tisch nur das Geld von einem zum anderen geschoben.
Doch auch an den anderen Tischen lief es nicht viel besser.
Alles in allem ging meine Partybankroll wieder auf $670 runter, womit ich auf dem Stand von vor einer Woche wäre. Vielleicht sollte ich mich zumindest an den Wochenenden mehr von den Tischen fern halten.

Weiterhin habe ich am Freitag noch von meiner Everestbankroll $200 zum Onlinecasino von 888.com geschafft. Da man ja dort sofort seinen Bonus bekommt, wieder auscashen kann und so eigentlich ohne Risiko nur mit dem Bonusgeld spielt, war das eine interessante Sache.
Tatsächlich ging das auch erst mal ohne Probleme. Mir standen $200 Bonus zur Verfügung plus $15 weitere durch die Werbeaktion von .\\iCRO. Eigentlich sollten das zwar $30 sein, aber diese bekommt man wohl nur in zwei Etappen ausbezahlt.
Innerhalb einer Stunde setzte ich damit über $1.000 um und konnte mich auf $300 steigern.
Doch als ich dann eine Pause einlegte und später weiterspielen wollte, war mein Account geschlossen. Eine Email forderte mich auf, Ausweis und Ähnliches einzuscannen und zurück zu schicken. Danach erhielt ich zwar eine automatische Antwortbestätigung mit dem Hinweise dass eine persönliche Antwort innerhalb 24-48h eintreffen sollte, aber darauf warte ich noch immer.
Ich werde wohl heute Abend noch einmal hinschreiben, wenn ich bis dahin noch nichts gehört habe.

Donnerstag, 12. April 2007

Tight or loose?


Heute morgen habe ich mal wieder richtig Plus gemacht. Gekrönt wurde das dann natürlich noch durch meinen freigespielten Bonus.
An durchwachsenen Tischen konnte ich mehrere Male meine Gegner stacken. Zwei Mal habe ich dabei AA gebustet, als meine Gegner diese kaum oder gar nicht preflop geraist hatten.
Ein Mal floppte ich mit QTo zwei Paare, die bis zum Ende hielten und das andere Mal entwickelte sich mit 56s bis zum Turn meine Straight. Bei der Straight muss ich aber sagen, dass mein Gegner wirklich erst am Turn aktiv wurde und trotz deutlichem Reraise sich nicht von seiner Hand trennen konnte. Glück für mich, aber die Hände waren auch bestrafenswert gespielt.
Somit hat sich mal wieder gezeigt, dass man sein Geld nicht nur mit Glück verdient, sondern eben auch mit dem Unvermögen der Gegner.

Wie Einige vielleicht schon bemerkt haben, bin ich einer der Spieler, die Poker für ein Strategiespiel halten. Selbstverständlich spielt Glück eine nicht unerhebliche Rolle, was man schon allein an den sogenannten Downswings immer wieder zu spüren bekommt. Wer sich aber nur auf sein Glück verlässt und jede zweite Hand spielt, wird meiner Meinung nach langfristig immer Verlust machen.
Doch es ist eben nicht nur damit getan, die richtigen Hände wie AA oder KK zu spielen, sondern diese auch klug zu nutzen. Limpen ist fast immer ein Fehler, doch auch am Flop und danach muss man den Wert seiner Hand richtig einschätzen.
Dies gilt natürlich noch mehr bei Händen wie 76s und ähnlichen. Bei einem Board mit Overcards kann "betting for information" die richtige Wahl sein, wenn man sich über den Wert seiner Hand nicht im Klaren ist. Gar nichts zu tun, kann grundsätzlich den Gegner animieren an einer späteren Street selbst einen Move zu machen, den man selten bis gar nicht einschätzen kann.
Hat man doch diesen Fall und der Raise fällt eindeutig sehr gering aus, habe ich erlebt, dass auf einen pottgroßen Reraise sehr häufig gefoldet wird.
Hierzu sollte man allerdings den Gegner schon etwas länger am Tisch haben, um zu wissen ob er selbst sehr tight spielt oder eben auch marginale Hände spielt.

Hierfür ein Beispiel an Short Handed Tischen:
Ein tighter Gegner (was wir durch Beobachtung oder Pokeroffice wissen) bettet preflop nur eine weitere BB. Wir selbst halten 78s und entscheiden uns in später Position zu callen. Dies kann bei vielen Callern klug sein, da der Pott sehr groß wird (Pottodds) und wir mit dem richtigen Treffer gut ausbezahlt werden, oder eben noch besser bei nur einem Gegner.
Kommt ein Flop mit vielen niedrigen Karten, egal ob wir treffen oder nicht, werden einzelne tighte Gegner sehr oft auf ein eigenes aggresives Spiel hin folden. Position und Tableimage ist hierbei das Schlüsselwort.
Auf eine nicht zu hohe Erhöhung antworten wir mit einem Reraise und auf einen Check mit einer eigenen Erhöhung. Dazu sollte man sich stets vor Augen halten, dass ein tighter Gegner mit bspw. AK gern eine niedrige bis mittlere Continuation Bet macht, obwohl er nichts getroffen hat. Auf einen Reraise sehen sie sich dann aber oft hinten.
Selbst muss man nur wieder aufpassen, wenn gecallt oder erneut geraist wird. Ein hohes Pocketpaar wird bei niedrigen Boardkarten selten aufgegeben.
Man investiert so zwar Geld aber gewinnt dadurch genug Pötte, dass es sich auszahlt.

Natürlich darf man mich nicht falsch verstehen. All das kommt auf die richtige Situation an und gute Reads auf die Gegner. Ich rate nicht dazu jede marginale Hand zu spielen, aber wenn man sich dazu entscheidet, muss man diese aggresiv handhaben, aber auch bereit sein bei großer Gegenwehr einen Pott aufzugeben.


Nun aber zu meiner Bankroll:

Partypoker: $849
Everest: $609
Pokerstars: $0
Titan: $0
Moneybooker: $75

Gesamt: $1.533


Jetzt wird es wieder Zeit weiter zu denken. Eventuell gebe ich Titan noch einmal eine Chance, da ich dort einen netten Reladbonus (70% up to $300) angeboten bekommen habe.
Desweitern werde ich wohl .\\iCROs Casinobonus austesten, da man dort einzahlt, seinen Bonus gut geschrieben bekommt und dann seine Einzahlung sofort wieder auscashen kann. So spielt man nur mit seinem Bonusgeld und hat kein weiteres Risiko.

Mittwoch, 11. April 2007

Schritt für Schritt


Trotz einigem privaten Stress konnte ich meine Hände für den Bonus weiter abspielen. Es fehlen derzeit nur noch 280, die ich sicherlich heute oder morgen früh komplett clearen kann.

Die Session ging dazu noch wenigstens mit einem leichten Plus zu Ende, da ich diesmal wirklich so gut wie keine vernünftige Hand bekam. Meine Gegner waren gestern selbst sehr aggresiv, wodurch ich meine marginalen Hände doch lieber wegwarf und wieder etwas tighter wurde (was nicht gerade leicht ist, wenn die besten Hände des Abends AJo und AQo sind).

Doch dafür hatte ich mal wieder die richtige Zahl fürs Roulette. Mit einem Dollar zum Abschluss auf die 6, konnte ich wieder mal einen Treffer landen, was meiner Bankroll noch mal einen kleinen Schub nach oben gab.

Partypoker: $675
Everest: $609
Pokerstars: $0
Titan: $0
Moneybooker: $75

Gesamt: $1.359

Montag, 9. April 2007

Back in Black


...um es mal mit den Worten von AC/DC zu sagen. Endlich wieder schwarze Zahlen und das auf Partypoker.

Über Ostern konnte ich am Laptop ein paar kurze Sessions auf Partypoker einlegen. Um meinen aktuellen Bonus von $100 freizuspielen benötigt es mal wieder 1.000 raked Hands, die ich komplett an den Short Handed Tischen abspielen möchte.

Mit einem aggresiven Stil und manchen loosen Händen konnte ich einige Pötte abstauben. Selbst gestackt wurde ich dabei zum Glück nur einmal, als sich meine gefloppte Straight bis zum River noch in ein Full House für meinen Gegner verwandelte.
Da es derzeit viele tighte Spieler an den Sechsertischen auf NL25 gibt, musste ich meinen Stil etwas anpassen. Ich spielte also sehr aggresiv und das auch mit kleinen suited Connectors oder Assen bei niedriger Beikarte.
Preflopraises wurden wenige gecallt und wenn, konnte man mit einer Contibet immer noch viel zum Folden bringen, sofern das Board dies ermöglichte.
Diese Taktik ist natürlich etwas gefährlich und man muss gut auf die Gegner aufpassen. Reraises sind mit Vorsicht zu geniesen und ich konnte dabei einige Male meine Gegner an Hand ihres Setzverhaltens in etwa einschätzen.
Sicherlich werde ich so nicht ständig weiterspielen, aber wenn es die Gegner erfordern ist es gut zu wissen, dass man auch anders noch Value rausholen kann. Eine tighte Spielweise bringt sicherlich mehr Gewinn, aber eben nur, wenn die Gegner entsprechend mitspielen.

Hier meine aktuelle Bankroll.

Partypoker: $625
Everest: $609
Pokerstars: $0
Titan: $0
Moneybooker: $75

Gesamt: $1.309

Leider konnte ich nur $500 von Moneybookers auf PP einzahlen, da dies scheinbar der maximal einzahlbare Betrag für mich war. Ich sollte wohl mal meinen dortigen Account hochstufen.

Donnerstag, 5. April 2007

Frohe Ostern


Heute nur ein Kurzbericht, bevor ich mich in eine kleine Osterpause verabschiede.

Ich spielte gestern ausschließlich SNGs und zwar vier Stück an der Zahl. Obwohl ich schon zwei Stück gleichzeitig spielte, war damit der Abend voll, da diese Mistdinger auf Everest ewig dauern.
Um es kurz zu machen, ich gewann eines davon und schied bei den anderen entweder am Bubble oder kurz davor aus.
Die Spiele liefen eigentlich recht rund und ich war trotz alledem zufrieden. Nur beim letzten war ich durch meinen Kickout etwas angefressen.
Mit dem zweitgrößten Stack am Tisch raiste ich mit AsJs auf Potthöhe. Die Chips waren schon recht hoch, mit mir nur noch 5 Spieler am Tisch und alles mal wieder von Push or Fold bestimmt. Auch hier wird gefoldet, bis auf den Chipleader.
Der Flop bringt Ah Jh 7h und ich gehe All In. Mein Gegner überlegt einige Zeit und callt dann mit 4h5h. Das wars dann natürlich. Ich war echt baff. Hätte er vielleicht mit KhQh meinen Preflopraise gecallt, würde ich nicht einmal was sagen, aber dass er mit 45s einen Raise des zweiten am Tisch kurz vor dem Bubble callt fand ich schon heftig.

Da es $10+1 Turniere waren, blieben so insgesamt für diesen Abend $6 Gewinn hängen.


Und damit wünsche ich allen eine frohe Ostern und ein schönes Frühlingswochenende. Pokert nicht zuviel ohne mich (besonders .\\iCRO ;-)) sondern nutzt das hoffentlich gute Wetter.
Meine Freundin und ich werden erst am Sonntag aus dem Norden zurückfahren und bis dahin werde ich wohl auch nicht zum Pokern kommen.

Mittwoch, 4. April 2007

Was ein Abend...


...und was ein Wahnsinn gestern.

Am Montag spielte ich nur sehr kurz und auch ohne etwas Nennenswertes berichten zu können. Doch dafür stand gestern eine lange Session an. Wie angekündigt spielte ich auf NL25 und fuhr einen Verlust nach dem anderen ein. Scheinbar hat Everest derzeit etwas gegen mich.
Meine Leser wissen ja langsam, dass ich meine starken Hände preflop sehr aggresiv spiele. Ich würde nie AA oder AK nur limpen, sondern immer deutlich raisen oder eben einen vorherigen solchen Raise callen. Doch gestern interessierte das mal wieder keine Sau.
Meine AA oder KK wurden von den bescheurtsten Händen gecallt und gebustet. Ich verlor zum Beispiel gegen 52s als bis zum River zwei 2en auf dem Board erschienen.
Schön war auch, als ich AJ hielt, alles vor mir limpte und ich raiste. Ein Gegner vor mir stieg mit in die Hand ein und mit AJ auf auf dem Board sah ich mich eigentlich in einer guten Position. Doch was zeigte er, nachdem er mich schön downgecallt hatte? AA.
Es war zum Mäuse melken. Natürlich hatte ich auch den ein oder anderen Stack selbst zu verantworten, da ich ein paar eklatante Fehler beging.
Mit K9 traf ich am Flop den Königsdrilling. Da ich aber niemanden verscheuchen wollte, checkte ich nur. Nach allgemeinem Durchgechecke fiel meine Turnbet nur gering aus und was war das Ende vom Lied? Mein Gegner trifft mit seinen Pocketvieren am River noch sein Full House.

Durch ständiges Nachkaufen ging es so nach und nach um $100 runter. Am Ende war ich echt frustriert und hatte keine Lust mehr auf Cashgame.
Da ich aber derzeit noch einige Everestpunkte habe, kaufte ich mich für diese bei zwei SNG ein.
Eines entprach $5 und das andere $10 Buy In.
Bei beiden blieb ich am Anfang sehr tight und konnte hierdurch gute Chipstacks mit nur ein bis zwei Händen aufbauen. Leider reichte es am Ende bei dem höheren Turnier nur auf den vierten Platz, als meine Jacks von Queens gecallt wurden.
Dafür konnte ich aber bei dem verbleibenden Spiel den Ersten machen, was mich noch einmal zurück über die $600 brachte.
Vielleicht werde ich heute Abend noch einmal mein Glück mit den SNG versuchen.

Montag, 2. April 2007

Frühling + Sonne = Wenig Poker


Ein sonniges und damit pokerarmes Wochenende ging zu Ende, doch ganz konnte ich es natürlich nicht lassen.


Am Freitag war Cash Home Game angesagt und es war ein wirklich spaßiger Abend. Mein Arbeitskollege und ich waren gegen 21.00 Uhr vor Ort und es waren bereits 6 Mann am Tisch. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Insgesamt kamen tatsächlich über 12 Personen zum Spielen. Mit dieser Riesentruppe machten wir natürlich zwei Tische auf, da anders auch gar kein Platz gewesen wäre.

Zu dem Zeitpunkt hatten wir zwei Spielmodi. Der eine Tisch spielte Cashgame und der andere Tisch mit 8 Leuten ein SNG. Für 5 € gab es 5.000 Chips und damit kam man eine kleine Weile aus. Wer ausschied konnte einfach beim Cashgame einsteigen und so kam es nicht zu großen Spielpausen. Daniel, mein Kollege, und ich entschieden uns für das SNG.

Meine erste Hand war gleich JJ womit ich einen ordentlichen Preflopraise ansetzte. Mein einziger verbleibender Gegner war eine junge Frau, die mit ihrem Freund noch nicht lange am Tisch saß.
Der Flop brachte 5 7 T worauf sie checkte und ich erneut hoch bettete. Sie callte und der Turn brachte eine 5. Ich war mir nicht sicher, doch da sie wieder keine Anstalten zu einem Raise machte, ging ich All In. Natürlich callte sie und zeigte mir doch tatsächlich ihr Zehnerpärchen mit dem sie ihren Drilling gefloppt hatte. Ohne Verbesserung für mich, war ich in der ersten Hand ausgeschieden.

Daraufhin machte ich einfach mal den Dealer und besah mir das Spiel der anderen. Das Mädel, das mich rausgeworfen hatte, kam am Ende sogar insgesamt auf den zweiten Platz. Allerdings würde ich das hauptsächlich auf ihr Kartenglück schieben. So hatte sie beispielsweise die einzigen AA und KK die ich an diesem Abend sah. Dazu noch direkt hintereinander. Mit anderen Pärchen traf sie aber auch meistens, was sie natürlich sehr gefährlich machte, da gegen so viel Glück an einem Abend einfach kein Kraut gewachsen ist.

Nach unserem SNG spielten wir noch etwas Cashgame, doch war es hier leider so, dass sich die Gegner kaum aus einer Hand drücken liesen. Preflopraises wurden halt bezahlt, da die Einsätze ja nicht sonderlich hoch waren und so sah man sich des Öfteren mit AK gegen T7s am Flop.

Wie gesagt war der Abend aber sehr spaßig, was vor allem an der Stimmung lag. Keiner spielte verbissen, sondern es stand für alle der Fun im Vordergrund. Allein von daher werden Daniel und ich sicherlich noch einmal dort vorbeischauen.

Den Samstag hielt ich dann komplett pokerfrei und gestern setzte ich mich dank dem tollen Wetter auch erst gegen Abend an die Tische.
Meine Wochenenderfahrung bestätigte sich aber leider noch einmal in abgeschwächter Form und ich fuhr erneut Verluste ein. Ich konnte zwar insgesamt endlich meinen Bonus clearen und es blieb auch noch etwas als Gewinn hängen, doch belief sich dieser nach Abzug der Miesen auf gerade mal $13.

Dafür ist endlich der Reloadbonus von Partypoker da. Wieder mal ein 25% Up to $100 für mich, den ich wohl erst zum Ende der Woche aktivieren werde. Da ich ab Donnerstag über Ostern verreist sein werde, muss ich mir den Bonus so legen, dass ich ihn in der nächsten Woche noch spielen kann. Bis dahin werde ich Everest noch ein wenig treu sein und ohne Punktedruck in Ruhe die Short Handed Tische abgrasen.